Katholische Polizeiseelsorge NRW


Gedenkveranstaltung in Selm

Am 13.09.16 fand die Gedenkfeier für im Dienst verletzte und getötete Polizeibeamte statt –
Ausrichter in diesem Jahr war das PP Aachen.

 

In Selm gedachten die Teilnehmer der diesjährigen Führungstagung gemeinsam mit Angehörigen, betroffenen Kolleginnen und Kollegen, Polizeiseelsorgern und Pensionären der
im Dienst getöteten Kolleginnen und Kollegen.


Aufgrund der aktuellen Sicherheitslage und der Gewalterfahrungen im täglichen Einsatz, stand die diesjährige, vom Polizeipräsidium Aachen ausgerichtete Gedenkfeier, unter dem Leitgedanken:
Es kann jeden treffen

Polizeipräsident Dirk Weinspach zeigte sich besorgt über die Erlebnisse seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im täglichen Dienst. „Insbesondere dem fehlenden Respekt und der mangelnden Akzeptanz bei der Wahrnehmung hoheitlicher Aufgaben muss gesamtgesellschaftlich entgegengewirkt werden", betonte Weinspach. Auch an die Kolleginnen und Kollegen, die während des Dienstes durch Krankheit, Unfall oder andere Art und Weise ihr Leben verloren haben, wurde gedacht. „Wir müssen in diesen schwierigen Zeiten alles dafür tun, dass jeder gesund und wohlbehalten aus den Einsätzen zurückkehrt", so der Polizeipräsident.

Der Inspekteur der Polizei NRW, Bernd Heinen, ging intensiv auf das Leitmotiv des Wächters „Den Lebenden zum Schutz und den Toten zum Gedenken" ein. „Die Vergangenheit hat leider gezeigt, dass das Unvorhergesehene schlagartig eintreten kann. Plötzlich fehlt ein Mensch in unserer Mitte, der durch nichts zu ersetzen ist", bekräftigte Heinen.
Er dankte den Kolleginnen und Kollegen, die regelmäßig mehr tun als Ihre Pflicht. Zudem schloss er in seinem ausdrücklichen Dank auch die Familien und Freunde ein, die Rückhalt und Hilfe sind.

Polizeiseelsorger Manfred Kappertz veranschaulichte mit Zahlen aus dem Lagebild „Gewalt gegen Polizeivollzugsbeamtinnen und Polizeivollzugsbeamte in NRW 2015", wie oft Kolleginnen und Kollegen Opfer von Gewalt sind.
Der Polizeiseelsorger mahnte: „Die Namen und das Andenken der im Dienst getöteten Polizeibeamten dürfen nicht vergessen werden; wir müssen uns solidarisch mit Ihnen erklären". Um diesem Gedanken Rechnung zu tragen, wurden mit Namen versehene Baumscheiben sowie Sonnenblumen als sichtbares Zeichen am Wächter abgelegt.

Der pensionierte Kollege, Peter Dinninghoff, berührte die Anwesenden mit Erinnerungen an seinen Kollegen Werner Fröhlich, der 1975 im Dienst erschossen wurde und in seinen Armen verstarb.

Für den musikalisch passenden Rahmen sorgte das Landespolizeiorchester.

Besonderer Dank gebührt Polizeiseelsorgerin Claudia Heinemann und Polizeiseelsorger Manfred Kappertz, die zusammen mit dem Polizeipräsidium Aachen die Gedenkfeier mit viel Engagement und Herzblut vorbereiteten und der Veranstaltung einen würdigen Rahmen gaben.

Für die organisatorische Unterstützung und Hilfe richten wir auch einen herzlichen Dank an das LAFP.

Diakon Manfred Kappertz
Polizeiseelsorger

Polizeiseelsorge im Bistum Aachen


 

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