Katholische Polizeiseelsorge NRW 

Weiterführende Informationen zur Polizeiseelsorge im Bistum Essen


 

Polizeiseelsorge umfasst ein vielfältiges Tätigkeitsspektrum. Sie gliedert sich in die drei folgenden Aufgabenfelder:

1. Seelsorge

Polizeibeamte nehmen stellvertretend für die Allgemeinheit Aufgaben in der Gesellschaft wahr. Sie hierbei zu begleiten und bei entstehenden (Gewissens- und anderen) Konflikten nicht allein zu lassen, ist Aufgabe und Inhalt der Polizeiseelsorge.
 
Dies reicht von der Hilfe bei der Überbringung von Todesnachrichten bis zur Aufarbeitung besonders belastender Einsätze, von der Begleitung bei Fußball- und Demonstrationseinsätzen bis zum Besuch im Krankenhaus.
 
Individuell und in gemeinsamer Arbeit, in Einzel- oder Gruppengesprächen kann sortiert und bearbeitet werden, was sonst ausschließlich allein zu verarbeitende Belastung bliebe.

Das Bedürfnis nach Vertauensschutz, Sicherheit und Verlässlichkeit des Hilfsangebotes sind
Grundvoraussetzungen für das helfende Gespräch.


2. Berufsethik

Ausbildung zum Polizeiberuf, Fortbildung und berufsbegleitendes Nachdenken bedürfen der grundsätzlichen Reflexion von Werten und Normen, denen sich der einzelne in seinem Dienst und Einsatz verpflichtet weiß. Die (christlich-) ethische Sichtweise hierbei ins Gespräch zu bringen, ist Aufgabe der Berufsethik in der Polizei.
 
Unterrichtsprojekte in der Ausbildung, Beteiligung an der Fortbildung und berufsbegleitende Angebote zum verantwortlichen Umgang mit Menschen, Aufgaben und Konflikten sind Arbeitsfelder pastoraler und berufsethischer Begleitung in der Polizei.

Reflexion über das Phänomen Gewalt, das Gefährdungspotential bestimmter Einsätze (aktuell: Amok-Lagen) und vor allem die Problematik Posttraumatischer Belastungsstörungen (z.B. post-shooting-trauma) sind hier theoretisch, aber praxisbezogen zu vermitteln.


3. Präsenz

Polizei muss immer wieder in spannungsreichen Zusammenhängen tätig werden - auf dem Gebiet individueller Auseinandersetzungen und bei gesellschaftlich strittigen Themen. Hierbei zur Vermeidung von Missverstehen und Gewalt beizutragen, ist pastorales Anliegen gleichermaßen für Polizei und Gesellschaft.
 
Dies geschieht, indem Polizeiseelsorger in der Polizei vermittelnd tätig werden und Schutzräume anbieten in denen Differenzen in friedlicher Weise bedacht und beredet werden können.
 
Dies kann nur gelingen, wenn Polizeiseelsorger durch kontinuierliche Präsens bei der Polizei als verlässliche Partner wahrgenommen werden, die jederzeit, dienstgrad- und  konfessions-unabhängig gesprächsbereit sind.

Diözesanbeauftragter für die Polizeiseelsorge - Supervisor (DGSv)
Dipl. Theol. Marcus Freitag 
Polizeipfarrer

 
Msgr. Hans-Dieter Hein 
Polizeiseelsorger

 
Bernd Malecki
Diakon


 

...und so stand es 2012 in der WAZ:


 ...und das war Weihnachten 2007:

Monsignore Hans-Dieter Hein stieg am Wochenende in den Flieger und hatte seine eigenen Hostien, einen Kelch, Schale und eine CD mit Weihnachtsmusik im Gepäck.

Der 57-jährige NRW-Polizeidekan aus Essen und Polizeiseelsorger des Ruhrbistums flog in den Kosovo, um mit den deutschen Polizisten dort Weihnachten zu feiern.

Hier der Artikel (WAZ)